Nachhaltigkeit (nicht ganz) leicht gemacht

oder von Trinkfläschchen, Adidas-Schuhen & Hüpfpferden

Nachhaltigkeit und Leben mit Kindern ist ja meiner Meinung nach eine ziemlich ambivalente Kombination. Einerseits werden viele erst durch die Elternschaft darauf aufmerksam, wie wichtig es eigentlich wäre, unseren Planeten zu erhalten, andererseits sind es aber oft die Kinder selbst, die es manchmal fast unmöglich machen, aktiv zur Rettung des Planeten beizutragen. Schon von Geburt weg müssen plötzlich sämtliche Utensilien für den täglichen Gebrauch in Plastik angeschafft werden. Flaschen, Sauger, Becher, Teller, Löffel, Duplo, Lego, Barbie… . Und dann, wenn die Tochter/der Sohn endlich in der Lage ist, zu essen, ohne mindestens einmal pro Mahlzeit etwas zu zerdeppern und auch der Spieltrieb allmählich verkommt, erklären einem die eigenen Kinder, dass sie ohne Adidas Schuhe nicht leben können und sie jetzt überhaupt bitte mal endlich wieder Taschengeld bräuchten, weil sie dann noch mit Freunden zu McDonalds wollen. Bitte, liebe Teenie-Eltern, sagen Sie mir, dass ich übertreibe! Ich selbst bin ja im Moment damit beschäftigt, meiner jüngeren Tochter Rhea-Emilia zu beweisen, wie toll es ist, nicht mehr gestillt zu werden. (Keine Sorge, sie ist bereits im 15.Lebenmonat angekommen und somit durchaus in der Lage, Nahrung auch in anderer Form zu sich zu nehmen.) In meiner Verzweiflung habe ich mich dazu hinreißen lassen, als Entschädigung ein Hüpfpferd, natürlich voll aus Plastik, zu kaufen. Für den Abend hätte ich Biomilch aus einer Bioplastikflasche aus dem Biosupermarkt geplant – das macht den ökologischen Hufabdruck des Pferdes zwar nicht weg, beruhigt aber mein grünes Gewissen ungemein und sorgt hoffentlich für eine angenehme Nacht.

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