Das Känguru und die roten Schuh‘

Einst saß im Wald auf einer Lichtung,
ein Känguru und bastelte an einer Dichtung.
An den Füßen hatte es zwei glänzend rote Schuh‘,
doch wurde es bald gestört in seiner Ruh‘.
Zuerst kam der rote Fuchs herbeigeeilt,
gerade hatte das Känguru an einem neuen Vers gefeilt. Weiterlesen

vom ende

Seit drei Tagen befindet sich unser Ort jetzt im Ausnahmezustand. Ich sitze den ganzen Tag über mit Jan in meinem Haus und warte, dass etwas passiert. Gelegentlich hören wir Hubschrauber fliegen. Über das batteriebetriebene Radio mahnen sie uns, Ruhe zu bewahren, es werde nach einer Lösung gesucht. Bald werde auch unser Ort mit einer Lebensmittellieferung notdürftig versorgt werden. Weiterlesen

Eine Frage des Alters?

Wie es wohl ist, wenn man alt ist?
Wenn der Körper nicht mehr wie ein frisch geöffnetes Bier zischt?

Wann ist man alt?
Wann wird man kalt?

Ist es sinnvoll, einen Plan vom Leben in den goldenen Jahren zu haben?
Sollte man sich nicht besser am Hier und Jetzt laben?
Nicht die Zeit vergeuden mit Fragen?

Wie es wohl ist, wenn man einmal alt ist.

Es kommt ja sowieso,
wie, wann und wo
wir werden sehen
einfach weitergehen
nicht planen und überlegen
besser versuchen, gut zu überleben.

Trotzdem: Wie ist es wohl, alt zu sein?

Ist das fein?

Ein Gefühl von Zufriedenheit, das sich einstellt?
Ein Leben, so wie es einem gefällt?
Gerne würd ich es wissen.
Deshalb überlege ich nun beflissen,
wie es wohl ist, wenn man alt ist.

Schön, das hoffe ich,
wenn nicht, dann sag es mir lieber nicht.

Stop, jetzt!

Einzigartig ist jeder Moment,
jeder Tag, jede Stunde, jede Minute.
Aber oft ist es das Leben selbst, das einen an der Hand nimmt und rennt
Wie eine sich auf der Flucht befindliche Stute.

Es gibt doch solche Zeiten, es ist doch nicht so, dass er/sie das nicht kennt?

Mir geht es auf jeden Fall oft so,
da fühl ich mich wie ein Floh,
der hüpft über jedes Hindernis,
bis spät in die Nacht in der Finsternis.

Die Sehnsucht nach Ruhe wird immer stärker,
raus will ich aus diesem mit mir rasenden Kerker.
Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr,
ich will langsam bitte, wie an jenen Tagen am Meer.
Warum werde ich so getrieben,
als würd ich verfolgt von vermummten Dieben.

Bin es doch ich selbst, die rennt?
Bin ich eine Person, die sich selbst so schlecht kennt?

Halt. Stop.

Ich mach jetzt Pause, wirklich.
Sonst knallt es bald, und zwar richtig.

Bitte spielt mit und helft mir zu verschnaufen,
hört endlich auf, mir nachzulaufen!

Kinder,
ich liebe euch.

Aber bitte, nicht so schnell.
Das könnt ihr doch nicht wollen,
meine Beine sind schon richtig geschwollen.

Ich bin für euch da, immer
Aber so geht’s einfach nimmer!

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