Soll ich jetzt auch noch mein Wasser filtern, oder was?

Meine Freundin hat sich eine Wasserfilteranlage gekauft. 2000 Euro hat sie dafür bezahlt. Ein – im Vergleich – ganz preiswertes Produkt. Sie hat dafür extra auf den Energetisierer verzichtet. Sonst wär die Anlage noch teurer gewesen. Andererseits – teuer – das ist ja relativ. 2000 Euro für ein gutes Wasser. Das sollte einem Wasser schon wert sein. Oder? Weiterlesen

Unbequemes Wissen oder: Das hat ja schon der Platon gesagt

Ich habe kürzlich Platons Höhlengleichnis gelesen. Zugegeben, nicht ganz freiwillig. Und auch nicht zum ersten Mal – das habe ich aber erst beim Lesen gemerkt. Im Übrigen läuft bei mir zu Hause, während ich diese Zeilen schreibe – und Sie können mir glauben, es schockiert mich selbst ein wenig – der Fernseher. Und das nach mehr als vierjähriger Fernsehabstinenz! Doch seit kurzem haben wir Breitbandinternet zu Hause und da konnten wir quasi TV gar nicht nicht dazunehmen. Aber man muss mir zu Gute halten, dass ich erstens mit dem Rücken zum Fernseher sitze und zweitens, dass ich mich gleichzeitig auch „intellektuell“ beschäftige, indem ich diesen Text schreibe und zudem auch noch Fotos hochlade, weil ich nämlich gerade dabei bin, mein erstes Fotobuch Online zu gestalten. Im Übrigen habe ich diese Woche auch noch gar nicht ferngesehen, dafür aber die sehr empfehlenswerte Hörbuchfassung von Christoph Ransmayrs „Der fliegende Berg“ gehört. Weiterlesen

Über eine erschütternde Begegnung mit bettelnden Kindern

Endlich, die Badesaison hat uns wieder. Schon den zweiten Tag hintereinander – und morgen folgt der dritte – bin ich mit den Kindern ins nächstgelegene Bad geradelt. Ein Kind im Anhänger, eines im Kindersitz. Stolz bin ich auf mich. Das ist toll. So ohne Auto. Das hat etwas von Freiheit. Überhaupt bin ich jedes Jahr wieder überrascht – vielleicht sollte ich, bevor ich diesen Text schreibe, mal schauen, ob ich letztes Jahr zu dieser Zeit nicht irrtümlich schon den gleichen Text geschrieben habe? – von diesem Gefühl von Freiheit im Sommer. Wenig Kleidung, leichte Schuhe, Sonne, blitzblaues Wasser (Mama, warum ist das Wasser blau. Äh… Mama, vielleicht ist der Boden blau. Ja, genau.), blitzblauer Himmel, Vogelgezwitscher, blühende Blumen, endlich Erdbeeren aus Österreich, endlich Tomaten aus Österreich, herrlich. Weiterlesen

Marius Huszar – Der Taxisteher

Ich hätte ja eigentlich auch Taxifahrerin werden sollen. Hab schließlich Theaterwissenschaft studiert. Die Berufsausbildung Nummer 1 fürs Taxifahren. Wofür sonst? Und ja, beim Lesen dieser 34 Geschichten aus dem Leben von Marius Huszar hab ich schon kurz überlegt, noch einmal umzusatteln. Aber ehrlich gesagt, mein Wissen kommt an das des „Taxistehers“ nicht einmal annähernd heran. Weiterlesen

Alexander Schimmelbusch – Die Murau Identität

Wie es sich für eine brave Gymnasialschülerin aus Gmunden gehört, habe ich mich anno dazumal bei der Matura in meinem Spezialgebiet in Deutsch natürlich Thomas Bernhard gewidmet. Und zwar seinen fünf autobiografischen Werken. Sie wissen schon: Die Ursache, Der Keller, Der Atem, Die Kälte, Ein Kind. Meine Deutsch-Lehrerin kam aus – wie könnte es anders sein – Ohlsdorf und war selbstverständlich bekennender Bernhard-Fan. Sie hat ihn auch noch live miterlebt. Was ich ja nicht habe, also nicht bewusst, so alt, verzeihen Sie, bin ich noch nicht. Aber ehrlich gesagt finde ich es schon recht schade, in einer bernhardlosen Zeit zu leben. Wer regt sich denn heute – auf solch qualitativ hohem Niveau – über die Politiker, den Kulturbetrieb, die Menschen auf? Jelinek. Ja eh. Handke. Naja. Die Off-(Theater-, Tanz-, generell Kultur-)Szene. Natürlich. Aber so, dass auch wirklich viele es mitbekommen, meine ich! Weiterlesen

Harry Gebhartl – Fett

„Fett“ zählt definitiv zu den schrägsten Büchern, die ich je gelesen habe. Zugegeben, ich lese selten schräge Bücher, ja, ich kaufe sie nicht einmal. Ich hab es nicht so mit der Schrägheit. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass diejenigen, die mich kennen, sehr wohl sagen würden, dass es mit der Schrägheit und mir nicht so weit her ist. Trotzdem. So schräge Bücher lese ich eigentlich nicht. Weiterlesen

Kulturkonsum statt Putzen – dank Schäxpir

Der Schmutzwäschekorb geht über, wegen der Brösel am Boden tummeln sich die Ameisen in Küche und Esszimmer, Plastik-, Papier- und Glasmüllbehälter warten flehend darauf, endlich entleert zu werden. Aber es ist ja eh schon bald wieder vorbei. Dann kann ich mich wieder der Hausarbeit widmen. Jetzt muss ich Kultur konsumieren. Weiterlesen

Einmal Sommerfrische inkl. Kulturgenuss bitte! Auf ins Salzkammergut

Ich sag‘s Ihnen wie es ist. Ich muss heuer meinen Waldviertel „Sechs Erwachsene, acht Kinder“ -Urlaub frühzeitig abbrechen, weil ich sonst ALLES verpasse. Kultur geht schließlich vor Urlaub, oder? Und praktischerweise ist die Kultur in diesem Fall an einem Ort, an dem ich auch gerne Urlaub mache. Nicht nur weil es dort so schön ist – die Sommerfrische lässt grüßen – sondern weil ich von dort komme. Gmunden ist meine Heimatstadt. Im Sommer mag ich sie am liebsten. Und das liegt eben nur zum Teil am See, den Bergen und der schönen Altstadt. Weiterlesen

600 Jahre Geschichte auf einem Felsen: Faszination Burg Reichenstein

Im Spätmittelalter erwirbt der Ritter Christoph Haym die Burg Reichenstein. Um die gekaufte Immobilie auszubauen, beutet er die Menschen aus. Haym wird zum Symbol einer Schreckensherrschaft. Bis der Bauer Siegmund Gaisrucker den Ritter erschießt und dem Wahnsinn ein Ende setzt. Weiterlesen

„Der Hund und’s Weib ghören zum Haus!“ BÄUERIN.MACHT.IMAGE

flyer-quer-zweizeiler-copy-1024x512_credit Martina TraxlerWenn du Bäuerin bist, dann bleibst daheim und hast daheim zu bleiben. Du schaust auf die Tiere und kümmerst dich ums Haus. Wenn der Bauer Hunger hat, dann richtest ihm was. Wenn die Kinder welchen haben auch. Dafür macht ja der Bauer die schwere Arbeit. Oder wie ist das jetzt? Weiterlesen

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